Westschottland (August 2005)

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17.8.05 - Tag 7: Monsum!
Invergarry -> Taynuilt
gefahrene Kilometer: 120, gesamt: 668
 

(T) 11:22, ... das ist auch Regen.

(J) 21:07, Nass und dreckig.
 
Obwohl wir unser Essen gestern Abend aufgegessen haben (war ja nicht viel), haben wir heute den regenreichsten Tag der gesamten Tour. Es fängt mit Nieselregen an und nachdem wir gut gesättigt auf die Räder gestiegen sind, lässt auch der Dauerregen nicht lange auf sich warten. Nach gut einer Stunde sind die Schuhüberzieher durch, die Regenhose nach einer weiteren Stunde und die Jacke hält bis zum späten Nachmittag. Was aber eigentlich auch egal ist, ob Regen von außen oder Schweiss von innnen - die Differenz ist gering.

Nach 65 km wird in Fort Wiliam die erste große Pause gemacht und gleich ein Fastfoodrestaurant in der Innenstadt gestürmt. Jeder isst zwei Portionen (aufgrund einer Fehlbestellung von Timo ;)) und irgendwie hoffen wir, dass uns wieder warm wird und unsere Klamotten trocknen.
Der Plan schlägt leider fehl (trotz einer großen Pfütze im Restaurant), dafür muss sich das Effendi, welches vor der Tür steht, von etlichen Fußgängern streicheln lassen.

Nach einer Weile raffen wir uns auf und fahren weiter. Ungefähr 25km hinter Fort Wiliam treffen wir zufällig auf Katja aus dem Rad-Forum. Sie ist auf dem Weg gen Fort Wiliam und will dann noch weiter Richtung Norden. Nach einen nettem Plausch im strömenden Regen geht es weiter.
Einige Kilometer weiter reisst Timo an einem kurzen, aber heftigen Anstieg die Kette. Jan ist mit bewährter Kamikazetechnik (mit möglichst viel Schwung in den Hügel rein rasen) dummerweise schon oben und kehrt erst nach einigem Nachdenken um.
Ausgerechnet im Dauerregen stehen wir dann am Straßenrad und sauen uns ein. Zum Glück hat Timo genügend Spezial-Shimao-Stifte mit, denn nach dem ersten Versuch fällt nach wenigen gefahrenen Metern auf, dass wir die Kette falsch am Schaltwerk vorbeigeführt haben. Also können wir die Prozedur wiederholen.

Durch die ganzen Verzögerungen müssen wir uns Abends ziemlich ranhalten um noch eine akzeptabele Kilometerleistung zu erreichen, dazu kommt, dass sich die Suche nach einem B&B sehr schwierig gestaltet. Wir sehen den Besitzern wohl zu dreckig aus! Oder vielleicht zu nass? Bei dem ganzen Teppichboden hier, ist das eine durchaus vernünftige Begründung.
Als wir am Abend doch noch etwas finden, dürfen wir unter strengen Auflagen übernachten. Die Inhaberin will es eigentlich gar nicht, vermietet uns das Zimmer sogar ohne Frühstück zum regulären Preis, aber heute Abend hält uns nichts von einem trockenen Bed ab.

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